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Vorfahrenzuordnung ohne direkten Quellenbezug

 

Fehlt der Geburtseintrag eines Probanden, ergeben sich die Namen seiner Eltern zumeinst nur noch aus den entsprechenden Angaben in dessen Traueintrag oder in wenigen Fällen auch aus dem Sterbeeintrag.  Sofern jedoch auch diese Angaben oder sogar der gesamte Trau- bzw. Sterbeeintrag fehlen, lassen sich die Eltern des Probanden in der Regel nur noch anhand der Namen seiner Kinder ermitteln. Hierbei ist von der Annahme auszugehen, dass die Kinder gemäß der in Ostfriesland üblichen patronymischen Namensgebung nach ihren Großeltern benannt wurden.

Weitere Hinweise können sich beispielsweise aus den Daten der Geschwister, bei denen dann auch die Eltern genannt werden, oder aus den Angaben von Taufzeugen in den Taufregistern ergeben. Ebenfalls als hilfreich können sich Sekundärquellen wie etwa Schatzungsregister ergeben, da auch hier teilweise die verwandtschaftlichen Beziehungen angegeben wurden.

 

Die nachfolgende Übersicht beinhaltet die Personen, deren Eltern und weitere Vorfahren von mir anhand der oben genannten Hilfsmittel und den sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen hergestellt wurden.

 

Nicht aufgeführt sind daher die Vorfahren, deren Verwandtschaftsbeziehungen sich zwar nach den oben genannten Kriterien ergeben, die jedoch bereits auch in den verschiedenen Ortssippenbüchern entsprechend angegeben waren.

 

 

- Johann Gerdes Schmid und Ahltje Maria Nortberg (Ahnentafel Nummer 24)

Die verwandtschaftliche Beziehung von Johann Gerdes Schmid und Ahltje Maria Nortberg als Eltern von Jan Gerhard Schmidt wird im Ortssippenbuch Detern nicht dargestellt. Jedoch ergibt sich diese aus dem Eintrag zu Johann Gerhard Schmid im Ortssippenbuch Detern (Nr. 3927), wonach dieser einen Sohn Jan Gerhard hatte und nicht zuletzt aus der Namensgebungen eines der Kinder von Jan Gerhard Schmidt. Seine erste Tochter wurde auf den Namen Aaltje Meree Janßen getauft. Sie wurde demnach nach ihrer Großmutter väterlicherseits benannt, was den Regeln der patronymischen Namensvergabe nach den Großeltern entspricht. Somit ist ein Zusammenhang höchstwahrscheinlich.

Die Vorfahren von Johann Gerdes Schmidt und Ahltje Maria Nortberg hingegen sind urkundlich wieder nachweisbar.


 

- Hinrich Harmenß Düseler und Talke Berends (Ahnentafel Nummer 46)

Die Verbindung zur Tochter Trientje Hinrichs Düseler ergibt sich zum einen aus den Namen der Enkelkinder. Diese wurden zunächst jeweils nach deren Großeltern mütterlicherseits (Johann und Mareike) und dann nach deren Großeltern väterlicherseits (Hinrich und Talcke) benannt.

Vor allem aber ergibt sich die verwandtschaftliche Beziehung aus dem Kopfschatzungsregister von 1757, wo Trientje Hinrichs Düseler als Stieftochter von Heuke Folkerß Borgmann, dem zweiten Ehemann ihrer Mutter Talke Berends genannt wird.

Fraglich ist lediglich der Geburtsort und das Geburtsdatum von Trientje Hinrichs Düseler. Möglicherweise wurde sie als Catharina im Jahr 1740 in Nortmoor geboren.

Die Vorfahren von Talke Berends hingegen sind urkundlich wieder nachweisbar.


 

- Trinke (Ahnentafel Nummer 142)

Als Vater von Gesche Andreessen ist im Kirchenbuch Aurich im Jahr 1722 ein Andreas Eilts aus Borgholt bei Ardorf angegeben. Da die Kirchenbücher von Ardorf erst mit dem Jahr 1749 beginnen, kann hierüber keine weitere Forschung erfolgen. Jedoch ergibt sich aus einem Eintrag im Schatzungsregister von 1719, dass es in Ardorf zur fraglichen Zeit einen Andreas Ayels mit einer Ehefrau namens Trinke und zwei Kindern namens Ayelt und Gesche gab. Eine Verbindung ist hier demnach sehr wahrscheinlich.


 

- Obbe Teyen und Elmerich (Ahnentafel Nummer 152)

Für die verwandtschaftliche Beziehung von Obbe Teyen und Elmerich zu Theje Ubben sprechen folgende Fakten: Im Kopfschatzungsregister von 1719 ist die namenlose Witwe von Ubbe Teyen mit den beiden Kindern Teye und Focke Ubben genannt. Diese sind als Kinder von Obbe Teyen und Elmerich im Kirchenbuch Aurich nachweisbar. Des weiteren hießen die Kinder von Theje Ubben unter anderem Ubbe und Elmerich. Diese wären somit nach den Großeltern benannt.


 

- Melchert Amelings Sartorius und Gretje Geiken (Ahnentafel Nummer 194)

Dass Melchert Amelings Sartorius und Gretje Geiken die Eltern von Ameling Melcherts Sartorius sind ist urkundlich nicht belegt, aber auf Grund der sehr seltenen Namenskombination sehr wahrscheinlich und allgemein anerkannt.


 

- Ameling Sartorius (Ahnentafel Nummer 194)

Die verwandtschaftliche Beziehung zum vermutlichen Sohn Melchert Amelings Sartorius und dem Enkel Ameling Melcherts Sartorius ist urkundlich nicht nachgewiesen, aber auf Grund der sehr seltenen Namenskombination sehr wahrscheinlich und allgemein anerkannt.


 

- Uhde Jelschen und Trintke Dirks (Ahnentafel Nummer 200)

Die verwandtschaftliche Beziehung von Uhde Jelschen und Trintke Dirks als Eltern von Haye Uhden ergibt sich nicht aus den Kirchenbüchern von Aurich-Oldendorf selbst, jedoch aus dem Eintrag im Ortssippenbuch Aurich-Oldendorf über Jelsche Uhden (Nr. 3451) als Sohn von Uhde Jelschen und Trintke Dirks (Nr. 2031) verbunden mit dem Hinweis im Kopfschatzungsregister von 1719, dass Jelsche Uhden der Sohn von Trintke Dircks und Bruder von Haye Uhden ist.


 

- Focke Remmers und Ocke Gerdes (Ahnentafel Nummer 200)

Die verwandtschaftliche Beziehung von Focke Remmers und Ocke Gerdes als Eltern von Talke Focken wird im Ortssippenbuch Aurich-Oldendorf nicht dargestellt. Jedoch ergibt sich diese aus einem Eintrag im Kopfschatzungsregister von 1719 mit namentlicher Nennung von Focke Remmers mit seiner Frau Ocke Gerdes und seinen Kindern Remmer und Taelcke. Hinzu kommt der Eintrag zu Focke Remmers im Ortssippenbuch Aurich-Oldendorf (Nr. 2786), wonach dieser eine Tochter Talke hatte und nicht zuletzt der Namensgebungen der Kinder von Talke Focken. Diese heißen in der Reihenfolge ihrer Geburt Uhde, Focke, Jelsche, Trienke, Ocke, Gretie, Remmer und Lücke. Diese Reihenfolge der Kindesnamen entspricht auffallend deutlich den Regeln der patronymischen Namensvergabe nach den Großeltern, so dass ein Zusammenhang höchstwahrscheinlich ist.


 

- Dirck Gerdes Buttfanger und Gesche Gerdes (Ahnentafel Nummer 342)

Auf Grund der patronymischen Namensgebung muss der Vater von Albert Dirks Buttfanger den Vornamen Dirk getragen haben. In Kombination mit dem festen Familiennamen Buttfanger gab es in Etzel zur fraglichen Zeit nur den Dirck Gerdes Buttfanger. Albert Dirks Buttfanger wird unter den Kindern von Dirck Gerdes Buttfanger im Kirchenbuch nicht genannt. Allerdings gibt es eine Kirchenbuchlücke im Jahr 1691. Die Kindern von Dirck Gerdes Buttfanger wurden ab 1680 im Zwei-Jahres-Rhythmus geboren. Zwischen 1689 und 1693 ist hingegen eine größere Lücke. Hier würde also die Geburt von Albert Dirks Buttfanger genau hinein passen.


 

- Gerd Jürgens Simering und Ocke Fockens (Ahnentafel Nummer 368)

Die verwandtschaftliche Beziehung von Gerd Jürgens Simering und Ocke Fockens als Eltern von Focke Gerdes kann urkundlich nicht belegt werden. Zudem hat offenbar ein Ortswechsel der Familie von Holtland nach Bagband stattgefunden. Jedoch ist diese Annahme äußerst wahrscheinlich. Hierfür sprechen folgende Gründe:

Der Familienname Simering setzt sich bei dem Enkel Jacob Jacobs Simering (als Sohn von Jacob Focken, Nr. 404) und dem Urenkel Gerd Focken Simmering (als Sohn von Focke Gerdes, der wiederum der Sohn von Gerd Focken, einem älteren Bruder von Jacob Focken, war) fort. Auch in anderen Linien dieser Familie taucht der Name Simering im Verlauf der Geschichte wieder auf. Die Namen der Kinder des Focke Gerdes und seiner Ehefrau Geesche Janßen weisen ebenfalls auf die wahrscheinlichen Großeltern hin. Sie heißen in der Reihenfolge ihrer Geburt Gerd, Jann, Jacob, Gebcke und Ocke. Demnach wäre Gerd nach seinem Großvater väterlicherseits  Gerd Jürgens Simering benannt und Ocke nach ihrer Großmutter väterlicherseits Ocke Fockens. Die Kinder Jann und Gebcke wären somit offenbar nach den Großeltern mütterlicherseits benannt. Demnach passt hier ebenfalls die patronymische Namensvergabe an die Kinder. Lediglich die Reihenfolge der Namen der Töchter wurde vertauscht, denn eigentlich hätte bereits die erste Tochter nach der Großmutter väterlicherseits Ocke heißen müssen. Aber auch die jeweiligen Geburts-, Sterbe- und Heiratsdaten sowie die Orte (Bagband und Holtland liegen nahe beieinander) passen zusammen. Alles zusammen genommen lassen die Fakten also sehr wahrscheinlich auf eine Verbindung schließen.

Die Vorfahren von Gerd Jürgens Simering und Ocke Fockens hingegen sind urkundlich wieder nachweisbar.


 

- Lubbert Janssen Raß (Ahnentafel Nummer 414)

Die verwandtschaftliche Beziehung von Lubbert Janssen Raß als Vater von Jacob Lubberts Raß kann urkundlich nicht belegt werden, ist jedoch durch einschlägige Literatur (Benno Eibe Siebs: " Die Norderneyer" ) allgemein anerkannt und wahrscheinlich.


 

- Johann Olrichs Pannebacker und Gesche Folckerts (Ahnentafel Nummer 506)

Der Vater von Folckert Johansen Pannebacker muss auf Grund der patronymischen Namensgebungen den Vornamen Johann getragen haben. In Kombination mit dem festen Familiennamen Pannebacker kommt in Wittmund zur fraglichen Zeit nur Johann Olrichs Pannebacker in Frage. Einer der Großväter von Folckert Johansen Pannebacker müsste Folckert geheißen haben. Da die Frau von Johann Olrichs Pannebacker Gesche Folckerts hieß und somit von einem Folckert abstammen muss, wäre damit der gesuchte Großvater gefunden. Die ersten beiden Kinder von Folckert Johansen Pannebacker hießen Gesche und Johann. Sie wären damit nach deren Großeltern väterlicherseits benannt, was genau der patronymischen Namensgebung entspricht. Eine Verbindung ist hier also sehr wahrscheinlich.


 

- Clauss Lineman und Grete (Ahnentafel Nummer 516)

Die verwandtschaftliche Beziehung von Clauss Lineman und Gret als Eltern von Trine Linemann ist nicht endgültig nachgewiesen, jedoch auf Grund folgender Hinweise sehr wahrscheinlich:

Trine Linemann wird im Ortssippenbuch als Tryne Klaaßen Lynemanß mit Herkunftsort Holtrop genannt. Nach der patronymischen Namensgebung lässt sich ableiten, dass der Vater vermutlich Claas Lynemanß geheißen haben muss. In der fraglichen Zeit gibt es in Holtrop tatsächlich einen Clauss Linemann mit einer Ehefrau Grete. Mit ihrem Ehemann Klaas Gayken hatte Trine Linemann die Kinder Gayke, Haye, Greetie, Claes, Edzard und Frerik. Die Namen Greetie und Claes ließen sich somit von den wahrscheinlichen Großeltern Clauss Lineman und Grete ableiten, so dass hier eine Verbindung durchaus als wahrscheinlich angesehen werden kann.


 

- Hancke Fockens (Ahnentafel Nummer 1558)

Die verwandtschaftliche Beziehung von Hancke Fockens als Vater von Focke Hancken kann urkundlich nicht belegt werden, wird jedoch auf Grund der Namensgebung sowie durch einschlägige Literatur (Ortsfamilienbuch Remels) anerkannt und als wahrscheinlich angesehen. Auch Ortsangaben und zeitliche Zusammenhänge passen zusammen.


 

- Focko Hancken (Ahnentafel Nummer 1558)

Die verwandtschaftliche Beziehung von Focko Hancken als Vater von Hancke Fockens und Großvater von Focke Hancken kann urkundlich nicht belegt werden, wird jedoch auf Grund der Namensgebung sowie durch einschlägige Literatur (Ortsfamilienbuch Remels ) anerkannt und als wahrscheinlich angesehen. Auch Ortsangaben und zeitliche Zusammenhänge passen zusammen.


 

- Johann Raßke und Anna (Ahnentafel Nummer 3306)

Die verwandtschaftliche Beziehung von Johann Raßke als Großvater von Jacob Lubberts Raß kann urkundlich nicht belegt werden, ist jedoch durch einschlägige Literatur (Benno Eibe Siebs: " Die Norderneyer" ) allgemein anerkannt und wahrscheinlich. Die Information über Anna als Ehefrau von Johann Raßke stammt aus dem Buch " Ostfriesische Beamtenschaft von 1464 bis 1744".


 

 

 


 © 2008 by Marcus Reichel   MR

Letzte Aktualisierung 16.05.2010