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Berufe

 

Im Zuge der Ahnenforschung stößt man sehr häufig auf alte Benennungen von Berufen, die inzwischen ausgestorben sind oder deren Bezeichnung heute nicht mehr gebräuchlich ist.

Für ein besseres Verständnis dieser alten Begriffe hier eine Übersicht mit Erklärungen der gebräuchlichsten Berufsbezeichnungen in meinem Stammbaum aus dem 16. bis 19. Jahrhundert.

Es sei noch erwähnt, dass der Begriff " Berufe" nicht immer zutreffend ist. Vielmehr handelt es sich bei einigen der folgenden Begriffe auch um Angaben über den Stand der jeweiligen Personen. Einige Tätigkeiten wurden auch zusätzlich neben dem eigentlichen, meist landwirtschaftlich geprägten Beruf ausgeübt.

Eine umfangreiche Übersicht alter Berufsbezeichnungen mit Erklärungen ist auch unter www.der-familienstammbaum.de zu finden.

 

 

 

Arbeiter

In alten Kirchenbuchquellen oft ein verwendeter Überbegriff für Tagelöhner oder auch Colonisten, Hausmänner, Warfsmänner oder andere Bezeichnungen für Personen in landwirtschaftlicher Tätigkeit.

 

Armenvorsteher

Der Armenvorsteher war verantwortlich für die Verwaltung des Geldes, welches für die Armen einer Gemeinde bestimmt war. Diese sogenannten Armengelder waren gemäß der Interessen derer für die es bestimmt war auszugeben. Im 16. und im frühen 17. Jahrhundert wurde das Amt des Armenvorstehers durch den Kirchevorsteher ausgeübt. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts konnte diese Tätigkeit auch auf andere Personen übertragen werden.

 

Auskündiger

Auch Gerichtsdiener genannt. Er diente dem hiesigen Vogt zur Unterstützung der hoheitlichen Aufgaben. Er hatte Dekrete und Verordnungen der Landesherrschaft zu verkünden und musste gerichtliche Verfügungen und Vorladungen an Betroffene aushändigen.

 

Auszügler

Ein Bauer oder Häusler, der sein Gut an seine Erben übergeben oder an Dritte verkauft hatte und auf Grund seiner Auszugsrechte auf dem Altenteil des Hofes lebte, einem Geschoss des gleichen Hauses oder einem separaten Gebäude. Er wurde dort vom neuen Besitzer, meist Sohn oder Schwiegersohn, mit einer vertraglich vereinbarten Menge an Naturalien (dem Auszug) versorgt.

 

Bader

Bader ist eine alte Bezeichnung für den Betreiber einer Badestube. Bader waren die Ärze für die arme Bevölkerung, die sich keine Behandlung bei akademisch ausgebildeten Ärzten leisten konnten. Gleichzeitig waren die Bader ab dem 18. Jahrhundert auch Gehilfen von Ärzten und oft für die Behandlung offener Wunden und chirurgische Eingriffe zuständig. Weitere Bereiche in denen die Bader arbeiteten waren das Badewesen, die Körperpflege, die Kosemetik sowie die Zahnmedizin und die Augenheilkunde. In den Städten wurden die Bader entsprechend auch als Stadtbader bezeichnet. Aus dem Bader und dem Barbier entwickelte sich später der Wundarzt.

 

Baumann

Auch Vollhöfner genannt, ist eine Bezeichnung für den Besitzer eines ganzen Hofes. Ähnlich wie Landgebräucher, Hausmann oder Warfsmann.

 

Bauer

Andere Bezeichnung für Landwirt. Siehe auch Hausmann, Landgebräucher oder Warfsmann.

 

Colonist

In moderner Schreibweise auch Kolonist, ist die alte Bezeichnung für die aus anderen Gegenden angesiedelten Einwohner neu gegründeter Siedlungen, die ein Stück Land, zum Beispiel Moorland urbar machen und bewirtschaften. In Ostfriesland waren dies beispielsweise Einwohner in Pfalzdorf, Plaggenburg oder Wiesedermeer.

 

Collector

Der Collector, aus dem Lateinischen übersetzt der Sammler, ist eine alte Bezeichnung für den Steuereintreiber.

 

Contorschreiber

 

 

Corporal

Dienstgradbezeichnung der Armee. Je nach Nation zumeist der unterste Unteroffizierdienstgrad oder aber auch ein höher gestellter Mannschaftsdienstgrad.

 

Deichrichter

Der Deichrichter, auch Deichhauptmann, Deichvogt oder Deichgraf genannt, war der Vorsteher eines Deichverbandes der für das Anlegen und die Unterhaltung der Deiche verantwortlich war.

 

Einlieger

Ein Einlieger war ein Dorfbewohner, der kein eigenes Haus oder Grundbesitz hatte und zur Miete wohnte [Lat. inquilinus = Mieter oder Insasse]. Er war als Dorfhandwerker oder Tagelöhner tätig. Ähnlich wie Häusler oder auch Inwohner und Tagelöhner.

 

Fehngebräucher

Ähnlich wie Landgebräucher. Bewirtschafter eines Stück Land in einem Fehngebiet.

 

Feldscher

Die Feldscher, auch Feldscherer genannt, waren als Handwerkärzte beim Heer eingesetzt. Zu ihren Aufgaben gehörte es, den Aderlass, das Ausbrennen von Wunden, das Entfernen von Kugeln sowie das Einrenken oder Amputieren von Gliedmaßen vorzunehmen. Bis in das 18. Jahrhundert hinein wurden diese Aufgaben meist von unausgebildeten, aus dem Berufszweig der Barbiere oder Hufschmiede stammenden Personen übernommen. Aus diesem Grund gehörte zu den Aufgaben der Feldscher auch die Rasur der Offiziere. Die Bader waren schlecht bezahlt und rangierten in der Armee noch hinter den Trommlern und Pfeiffern.

 

Flickschneider

Der Flickschneider war, im Gegensatz zum Schneider, nicht für die Erstellung von kompletten Kleidungssstücke zuständig. Vielmehr hat er nur Ausbesserungsarbeiten durchgeführt.

 

Fuhrmann

Während auf der einen Seite viele Waren und Güter durch Schiffer im Landesinneren von Ostfriesland über Kanäle mit dem Schiff transportiert wurden, war der Fuhrmann dagegen auf dem Landwege zuständig für den Transport von Waren von einem Dorf zum anderen mittels Pferde- oder Ochsenwagen.

 

Gärtner

Anders als die nach heutigem Verständnis gebräuchliche Bezeichnung des Gärtners für eine im Gartenbau tätige Person, war der Gärtner bis in das 19. Jahrhundert eine in der Landwirtschaft tätige Person mit ein wenig Landbesitz und einem kleinen Hof. Gärtner sind daher mit Bauern oder Häuslern vergleichbar.

 

Gerichtsdiener

Auch Auskündiger genannt. Er diente dem hiesigen Vogt zur Unterstützung der hoheitlichen Aufgaben. Er hatte Dekrete und Verordnungen der Landesherrschaft zur verkünden und musste gerichtliche Verfügungen und Vorladungen an Betroffene aushändigen.

 

Gerichtsschöffe

Der Gerichtsschöffe, oder oder auch Schöffe war als ehrenamtlicher Richter bzw. Laienrichter tätig. Er diente der Unterstützung des Hauptamtlichen Richters bei der Festsetzung des Strafmaßes. Die Tätigkeit als Schöffe war jedoch keine Tätigkeit die dem Erwerb des Lebensunterhaltes diente sondern lediglich als Nebenberuf anzusehen. Die Gerichtschöffen gingen zusätzlich auch noch anderen Tätigkeiten wie Verwaltungsarbeiten der Kirche oder auch einfacher Landwirtschaft nach. Die Tätigkeit als Schöffe ist auch heutzutage noch als ehrenamtliche Funktion gebräuchlich.

 

Häusler

Als Häusler bezeichnete man früher Kleinstbauern mit eigenem Haus, aber kein oder nur wenig Grundbesitz sowie nur wenig oder gar kein Vieh. Für die Häusler blieben somit oft nur Erwerbsmöglichkeiten als Kleinhandwerker, Dienstboten, Tagelöhner, Schulmeister oder Hirten übrig. Die Häusler waren im 19. Jahrhundert eine Übergangsform zum Tagelöhner bei den jeweiligen Grundherren und auf diesen Nebenerwerb angewiesen, da der eigene landwirtschaftliche Besitz nicht zum Lebensunterhalt ausreichte. Auf Grund der schwachen sozialen Stellung waren sie in den meisten Gemeinden überproportional mit Steuern und Abgaben des Landsherren belastet.

 

Häusling

Kleinstbauer mit eigenem Haus und nur wenig Grundbesitz. Siehe auch Häusler. In manchen Regionen auch Mitbewohner oder Mieter eines kleinen Hauses ohne eigenen Besitz. Sie waren meistens als Tagelöhner oder Kleingewerbetreibende tätig.

 

Hammelknecht

Ähnlich einem Schäfer, jedoch hauptsächlich für die Versorgung einer Hammelherde verantwortlich.

 

Hammermeister

Hammermeister waren Schmiedemeister, die in einem Hammerwerk tätig waren. In Hammerwerken wurden vor der Zeit der Industrialisierung Schiedeeisen und weitere daraus gefertigte Gebrauchsgüter hergestellt.

 

Hammerschmied

Als Hammerschmied wurden Schmiede bezeichnet, die in einem Hammerwerk tätig waren. Siehe hierzu auch Hammermeister.

 

Hausmann

Alte Bezeichnung für einen Landwirt mit einem eigenen Hof. Ähnlich wie Baumann, Landgebräucher oder Warfsmann.

 

Herdbesitzer

Der Besitz eines Herdes, also eines Ofens ist das Synonym für den Besitz eines Hauses oder zumindest einer Hütte mit Kochgelegenheit. Ein Herdbesitzer ist somit der Besitzer einer eigenen Wohnstätte mit etwas Land zur Bewirtschaftung.

 

Heuermann

Pächter eines Stück Land zur Bewirtschaftung. Siehe auch Pächter.

 

Hilgenmann

Hilgenmann (= Heiliger Mann) ist eine andere Bezeichnung für einen Kirchverwalter oder Kirchenvorsteher.

 

Hollandgänger

Als Hollandgänger wurden Wanderarbeiter bezeichnet, die sich u.a. auch aus dem Oldenburgischen regelmäßig im Frühjahr zu Fuß auf dem Weg nach Holland machten, um sich dort als Tagelöhner zum Beispiel im Bereich der Landwirtschaft oder als Torfstecher ihr Einkommen für sich und die Familie zu verdienen. Andere waren handwerklich in der Ziegelindustrie tätig und wieder andere wurden als Seeleute, Herings- oder Walfänger beschäftigt. Ursächlich für den Hollandgang waren soziale Nöte in den wirtschaftlich schwachen Gebieten Deutschlands. Die Hollandgängerei setzte nach dem Dreißigjährigen Krieg etwa 1650 ein und dauerte bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs an.

 

Hüttenarbeiter

Arbeiter in einer Stahlverarbeitungsanlage, welche auch Hütte genannt wird.

 

Instmann

In Ostpreußen ein landwirtschaftlicher Arbeiter, anders als der Tagelöhner, mit festem Arbeitsvertrag, der bei einem größeren Bauern oder einem Gut arbeitete. Der Vertrag im Gut lief über ein Jahr, wurde aber oft über Jahre und Jahrzehnte eingehalten. Der Instmann hatte außerdem ein kleines Stück Land und etwas Vieh zur eigenen Bewirtschaftung zur Verfügung.

 

Inwohner

Der Bezeichnung Inwohner wurde zum einen für Bewohner von Städten verwendet, die jedoch nicht das Bürgerrecht besaßen. Zum anderen hatte der Begriff auch eine ähnliche Bedeutung wie Einlieger oder Tagelöhner.

 

Kammersitzer

Als Kammersitzer wurden Arbeiter oder auch ganze Arbeiterfamilien bezeichnet, die keinen eigenen Hof besaßen und deshalb auf fremden Höfen eine einzelne Stube bewohnten. Als Gegenleistung haben diese Familien dann auf den entsprechenden Höfen dabei geholfen die anfallenden Arbeiten zu verrichten.

 

Kirchencensor

Der Kirchencensor, meist ein älteres Gemeindemitglied, hatte die Aufgaben während des Gottesdienstes für Ruhe und Ordnung zu sorgen. So wurden beispielsweise Kirchgänger, die während der Predigt einschliefen  durch den Kirchencensor unsanft mittels eines langen Stabes aufgeweckt. Sollten Kinder dagegen allzu laut den Pfarrer bei seiner Predigt stören, wurden diese mittels genannter Stange zur Ruhe gebracht. Es handelt sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit.

 

Kirchverwalter

 

 

Kötter

Als Kötter, oder auch Köter bzw. Köther wurden die Kleinbauern bezeichnet. Sie bewirtschafteten kleine, meistens am Dorfrand gelegene Höfe. Da die Erträge dieser Höfe meistens nicht zum Lebensunterhalt ausreichten, mussten die Kötter noch zusätzlichen Arbeiten als Handwerker oder Tagelöhner auf benachbarten Höfen nachgehen.

 

Kohlbrenner

Kohlbrenner, auch Kohlenbrenner, ist eine alte Bezeichnung für den Bruf des Köhlers, also eines Herstellers von Holzkohle.

 

Korrektor

Angestellter zum Beispiel in einem Verlag, zuständig für die Beseitigung von Rechtschreibfehlern vor der Druckverlegung durch die Korrektur von bereits in Blei-Lettern gesetzten Druckplatten.

 

Krämer

Bei einem Krämer handelt es sich um einen Handelsmann oder Kleinhändler.

 

Landgebräucher

Alte Bezeichnung für einen Landwirt. Ähnlich wie Baumann, Hausmann oder Warfsmann.

 

Mälzer

Andere Bezeichnung für einen Brauer, bzw. Bierbrauer. Heutzutage ist der Beruf des Mälzers und Brauers ein staatlich anerkannter Handwerksbruf.

 

Meier

Der Meier war der Vertreter des Landesherren und wurde aus der Mitte der Dorfbewohner gewählt. Zu seinen Aufgaben gehörte die Durchsetzung der Landesherrschaftlichen Verodnungen sowie das Eintreiben der Steuern und anderer Abgaben. Darüber hinaus war er für die Überwachung der Gesundheits-, Feuer- und Polizeidienste zuständig und als Dorfrichter tätig. Ähnlich wieder Schultheiß oder Vogt.

 

Musketier

Armeeeinheit im 16. und 17. Jahrhundert. Zumeist mit Gewehren, sogenannten Musketen, ausgerüstete Fußsoldaten aber auch Teile der Kavallerie.

 

Nebenschullehrer

Als Nebenschulen wurden meistens die Schulen bezeichnet, die sich innerhalb einer Kirchengemeinde in den kleinen zugehörigen Dörfern ohne eigene Kirche befanden. Auslöser für die Entstehung vieler Nebenschulen war die anwachsende Zahl schulpflichtiger Kinder durch zunehmende Besiedelung im 19. Jahrhundert. Sie waren im Rang unter den Haupt- oder Kirchspielschulen einer Parochie angeordnet, aber offiziell anerkannt. In den meisten Gemeinden Ostfrieslands wurden an den Nebenschulen die sechs- bis neunjährigen Kinder unterrichtet, in Teilen aber auch die Kinder aller Altersstufen.

 

Pächter

Pächter erhielten ein Stück Land zur Bewirtschaftung, für welches sie eine Pacht an den Grundeigentümer zu zahlen hatten. Es konnte sich entweder um eine Erbpacht oder um eine  Zeitpacht handeln. Eine weitere Bezeichnung für den Pächter war der Heuermann.

 

Puddler

Ein Puddler (engl. für Umrührer) ist ein in einem Stahlwerk beschäftigter Arbeiter, der für das Umrühren des Roheisenbades zuständig ist. Durch das Verfahren des Umrührens der schwerflüssigen Roheisenmasse mittels einer langen Stange wird die Masse mit Sauerstoff angereichert und der Kohlenstoff dabei verbrannt.

 

Schafmeister

Andere Bezeichnung für einen Schäfermeister.

 

Schiffer

 

 

Schüttmeister

Der Schüttmeister war in seiner damaligen Funktion mit der eines Polizeibeamten gleichzusetzen. Er wurde vom Örtlichen Magistrat eingestellt und stand der Polizeiwesen des Ortes vor.

 

Schulmeister

Lehrer einer Dorfschule ohne absolviertes Hochschulstudium. Oftmals in Personalunion mit dem Küster der Ortskirche.

 

Schultheiß

Als Schultheiß oder auch Vogt wurde der Vollstreckungsbeamte des Landesherren in einer Gemeinde bezeichnet. Zu seinen Aufgaben gehörte es,  die Einhaltung der Abgabe- und Dienstverpflichtungen seiner Gemeinde gegenüber den Landesherren zu überwachen und durchzusetzen.

 

Tagelöhner

Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft ohne feste Anstellung. Der Tagelöhner musste sich immer neu um Anstellungen bemühen. Er  wurde, daher der Name, immer Tageweise bezahlt. Tagelöhner standen in der gesellschaftlichen Hierarchie meistens sehr weit unten. Eine ähnliche Bedeutung hat auch der Begriff Inwohner. Einige kamen mit ihren Familien für die Dauer der Anstellung auch in einer Kammer des Hauses ihres Lohngebers unter. Diese Tagelöhner wurden daher auch Kammersitzer genannt.

 

Tambour

Altertümliche Bezeichnung für einen Trommler, zum Beispiel in der Armee. Sie marschierten gemeinsam mit den Pfeiffern während der Schlacht zwischen den bewaffneten Fußtruppen um diese durch die Musik anzuspornen.

 

Torfmeister

Der Torfmeister war ein Vorarbeiter in Torfgräbereien, welcher für das Aufsuchen des Torfes und für die Bestimmung der Torfarten zuständig war. In seiner Verantwortung lag es, dass möglichst an den ergiebigsten Stellen nach Torf gegraben wurde. Darüber hinaus war es seine Aufgabe, die Torfgräberarbeiten zu koordinieren und zu kontrollieren. 

 

Trabant

Der Trabant war ein dienender Begleiter oder Leibwächter zu Fuß. Er diente als Schutzwache fürstlicher Personen und hoher Beamter sowie als Vollstrecker von deren Befehlen.

 

Vogt

Verwalter einer ihm durch den Landesherren zugewiesene Gemeinde mit der Aufgabe des Aufsehers und Richters. Er war dem Landesherren direkt unterstellt. Ihm zu Seite stand zur Erfüllung seiner Aufgaben der Auskündiger, auch Gerichtsdiener genannt.

 

Vorwerker

Ein Vorwerk ist ein kleiner, abgelegener Bauernhof, der zu einem größeren Gut gehört. Der Vorwerker ist der Besitzer oder Pächter dieses Bauernhofes.

 

Warfsmann

Besitzer eines Hausgrundstücks mit Garten und etwas Land. Ähnlich wie Baumann, Hausmann oder Landgebräucher.

 

Zeitpächter

Zeitpächter lebten auf einem gepachteten Hof und konnten dafür dessen Äcker bestellen und das Vieh versorgen. Die Erträge dienten ihnen als Lebensunterhalt. Jedoch gehörten ihnen weder das Land noch das vorhandene Vieh. Auch das Wohnhaus selbst war nicht ihr Eigentum. Im Gegensatz zu der Erbpacht, bei welcher die Pacht jeweils an den ältesten Sohn des Pächters als Erbe überging, war die Pacht hier auf einen vereinbarten Zeitraum begrenzt. Eine andere Bezeichnung des Pächters war auch der Heuermann.

 

 


 © 2008 by Marcus Reichel   MR

Letzte Aktualisierung 25.05.2014